Katholisches Familienzentrum RE Herz-Jesu
Katholisches Familienzentrum RE Herz-Jesu

Pädagogisches Konzept in der U3 Gruppe

Hausbesuche/Aufnahmegespräch

An einem ersten Informationsabend (im Mai) bieten wie Ihnen einen Termin an, an dem wir erste Informationen über Ihr Kind bekommen möchten. Uns interessieren die Stärken Ihres Kindes, sein Spiel- und Essverhalten, seine Ruhe- und Schlafbedürfnisse, seine Ängste und Gewohnheiten. Gerne bieten wir Ihnen an, dieses Gespräch bei Ihnen zu Hause zu führen. Ihr Kind kann so sein/e Bezugserzieher*in an einem ihm bekannten Ort kennenlernen und evtl. spielerisch in Kontakt treten.

Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnung gestaltet sich individuell und in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungskonzept. Dabei berücksichtigen wir vor allem die Bedürfnisse des Kindes und das Zeitmanagement der Eltern. In den ersten Tagen benötigt das Kind eine bekannte Bezugsperson (Eltern, Großeltern, Tagesmutter) um sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Die Bezugsperson sollte dem Kind genug Freiraum lassen um Kontakt zu den Erzieher*innen und den Kindern aufzunehmen.

Ablauf der Eingewöhnung

Die Besuchernachmittage:

Diese Besuchernachmittage finden, an zwei Nachmittagen, zwischen den Oster- und Sommerferien statt. Der Schwerpunkt liegt an diesen Tagen auf der Spielsituation. Ihr Kind soll sich mit der neuen Umgebung vertraut machen und dabei sein Spiel frei bestimmen. Die Erzieherin verhält sich zurückhaltend, reagiert aber auf Kontaktversuche des Kindes. Freundliche Gespräche zwischen Ihnen und der Erzieher*in, erleichtern dem Kind die Kontaktaufnahme. Durch kleine Spielangebote versucht er/sie mit dem Kind in Kontakt zu treten.

Der erste Vormittag:

Auch dieser beginnt wieder mit der Spielsituation. Die Erzieher*in versucht sich weiterhin in einer behutsamen Annäherung. An diesem Tag werden wir einen Morgenkreis und danach eine kurze Frühstückssituation mit den Kindern gestalten. Hierbei lernen die Kinder den Ablauf des Morgens kennen und bekommen so mit der Zeit Sicherheit und Routine. Sie begleiten Ihre Kinder bei ihrem Tun.

Ab dem zweiten Tag:

Diese Tage verlaufen wie der erste Tag. Ab diesem Tag wickeln Sie ihr Kind. Die Erzieher*in ist dabei Beobachter und unterstützt Sie bei der Vorbereitung. So erhalten wir Einblick über gewohnte Rituale und die Aktivitäten werden mit der Erzieher*in in Verbindung gebracht. Das Kind erfährt so, unter anderem, Stabilität und Wiederholung.

Der vierte Tag:

Der erste Trennungsversuch findet an diesem Tag statt. Sie verlassen zum ersten Mal die Gruppe. Uns ist es wichtig, dass Sie sich von ihrem Kind verabschieden und kurz „tschüss“ sagen. Auch wenn ihr Kind protestiert, halten Sie die Verabschiedung kurz und gehen Sie aus der Gruppe. Ihr Kind erfährt so, dass „Mama/Papa“ geht und nach kurzer Zeit wiederkommt. Je nachdem wie sich ihr Kind in dieser Zeit verhält bzw. sich von der Erzieherin ablenken/trösten lässt, entscheidet sich individuell, wie die Eingewöhnungszeit weiter verläuft.

kürzere Eingewöhnung (ca. 6 Tage):

  • Die Zeiträume ohne die Bindungsperson in der Gruppe werden vergrößert.
  • pflegerische Maßnahmen werden von der Erzieherin übernommen.
  • Bindungsperson bleibt in der Einrichtung oder ist nach Anruf der Erzieher*in in kürzester Zeit wieder in der Kita.

längere Eingewöhnung (ca. 2-3 Wochen):

  • Ab dem siebten Tag findet ein neuer Trennungsversuch statt
  • Wenn das Kind sich von der Erzieherin trösten lässt, werden in den kommenden Tagen, die Zeiträume ohne die Bezugsperson vergrößert
  • Bindungsperson bleibt weiterhin in der Einrichtung

Schlussphase:

Die Bezugsperson hält sich nicht mehr gemeinsam mit dem Kind in der Kita auf. Sie ist aber jeder Zeit erreichbar. Die Schlussphase dauert 2 Wochen.

Wir helfen den Eltern den loslöse Prozess zu bewältigen, indem wir die Ängste und Sorgen der Eltern sehen und Ihnen begleitend zur Seite stehen. Trotzdem ist es wichtig dem Kind einen positiven Eindruck zur Tageseinrichtung zu vermitteln und selbst los zu lassen.

Bildung und Erziehung

Die frühkindliche Erziehung ist in erster Linie Selbstbildung durch das Spiel. Die Kinder entwickeln und konstruieren die Strukturen, mit welchen sie ihre soziale, sachliche und geistige Welt erfassen, aus eigener Erfahrung heraus.

Auf ihrem Weg, die Welt zu begreifen, begleiten wir die Kinder und bieten ihnen vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten zum ganzheitlichen Lernen. Die Räumlichkeiten im Anbau für die U 3 Betreuung bieten ausreichend Platz für die verschiedenen Aktivitäten der Kinder. Die Räumlichkeiten sind sehr differenziert gestaltet.

Zum Beispiel:

Podeste, Treppen, Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten, Kreativ- und Matschbereich, unterschiedliche Materialien die die Sinne der Kinder ansprechen.

Ein separates Außengelände, welches speziell auf die Bedürfnisse der U 3 Kinder abgestimmt ist bietet z.B. ein Spielhaus und einen Sandbereich. Eine Tafel ermöglicht den Kindern senkrecht zu malen. Tastmöglichkeiten ermöglichen den Kindern die verschiedenen Sinne zu verfeinern. Die Kinder können auch mit Fahrzeugen über das Außengelände fahren. Erste Erfahrungen werden mit der Aufzucht und Pflege von Gemüsepflanzen gemacht. In unserem Hochbeet, züchten wir jedes Jahr verschiedene Gemüsesorten. Die Kinder helfen bei der Aussaat, bei der täglichen Bewässerung, beim Unkraut zupfen, später bei der Ernte, beim Zubereiten und Verzehr.

Schwerpunkte des Tagesablaufes:

Schlafbedürfnisse der Kinder

Im gesamten Tagesablauf müssen Möglichkeiten für Ruhephasen geschaffen werden, da die Kinder nach einer Zeit des Spielen, Entdecken und Bewegen eine Pause benötigen um neue Kräfte zu sammeln. Die Kinder haben, durch die Kuschelhöhlen, die Möglichkeit, sich individuell zurückzuziehen. Es steht ein separater Schlafraum für den Mittagschlaf der Kinder zur Verfügung. Im Vormittagsbereich kann dieser Raum als Bewegungsraum umfunktioniert werden.

Mahlzeiten

Während die älteren Kinder ihr Frühstück und Mittagessen selbständig einnehmen können, benötigen die kleinsten noch die Hilfestellung der Erzieher*in. Daher nehmen wir die Mahlzeiten gemeinsam ein. In der Mittagszeit sind einige unserer Kinder schon müde und wollen schlafen, diese Kinder können dann nach ihrem Mittagsschlaf essen.

Als gesunde Zwischenmahlzeit bieten wir den Kindern täglich frisches Obst und Gemüse an.

 

 

Sauberkeitserziehung

 

Die Erzieher*in begleitet und unterstützt die Kinder auf dem Weg zur Sauberkeit.

Die ungeteilte Aufmerksamkeit die ein Kind beim Wickeln oder der Körperpflege erfährt, trägt zum Aufbau und zur Festigung der gegenseitigen Beziehung bei.

 

In der Regel werden Kinder von ganz allein sauber und trocken, sobald die Funktionen und Strukturen des Körpers ausgereift sind.

 

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