Katholisches Familienzentrum RE Herz-Jesu
Katholisches Familienzentrum RE Herz-Jesu

Integrative Arbeit in der Kita

 

In unserer Einrichtung arbeiten wir seit dem 01.09.2008 integrativ. Das heißt, dass wir Kinder mit Behinderung oder Kinder die von Behinderung bedroht sind, betreuen.

Zusätzlich arbeitet neben den Erzieher*innen in der Gruppe eine Inklusionskraft. Der Stundenumfang richtet sich nach der Anzahl der zu betreuenden integrativen Kindern.

Der Gruppenalltag verläuft in alles Gruppen ähnlich.

Die Kinder mit Behinderung oder die von einer Behinderung bedroht sind, sind ein Teil der Gesamtgruppe und bekommen so Kontakt zu den anderen Kindern.

Ziel ist es, die komplette Teilhabe am Alltagsgeschehen zu ermöglichen.

Die Integrationskraft stellt für jedes Kind einen individuellen Förderplan auf, indem sie die Zielsetzung für die einzelnen Kinder dokumentiert. Dieser wird immer wieder aktualisiert. Schwerpunkt der inklusiven Arbeit liegt darin die vorhandenen Fähigkeiten der Kinder zu stärken und Fehlendes aufzubauen. „Nicht gegen den Fehler sondern für das Fehlende“ (Paul Moor). Dabei orientieren sich die Fördereinheiten an folgenden Lerninhalten:

  • vom Einfachen zum Schweren
  • vom Ganzen zum Einzelnen und wieder zurück zum Ganzen
  • (Körper-) Grenzen spüren und erleben lassen, sowie fühlbar machen
  • Raum-Lage-Orientierung
  • Wahrnehmung
  • Sprache

In der Förderung dient das Spiel als kindgemäße Art der Auseinandersetzung mit sich und der Lebensumwelt. Dabei fließen Elemente aus der Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung, Sensorische Integrationsförderung, Basale Stimulation sowie Sprach- und Spielanbahnung mit ein. Jede Förderung, auch wenn sie nur einen Funktionsbereich anstrebt, wirkt auch auf andere Entwicklungsbereiche ein, denn alle Entwicklungsbereiche wirken mit- und ineinander. Entwicklungen sind immer möglich, wenn die Lernschritte des einzelnen Kindes wahrgenommen, beachtet und so behutsam unterstützt werden, wie es dessen potenziellen Möglichkeiten entspricht.

Die Kinder benötigen einen fest strukturierten Tagesablauf, in neuen ungewohnten Situationen werden sie von uns intensiv begleitet.

Auch die Raumgestaltung hat sich dahin gehend verändert, dass wir klar abgegrenzte Spielbereiche eingeführt haben. Eine feste und übersichtliche Ordnung der Materialien, Spielzeuge etc. sorgt dafür, dass der Gruppenraum möglichst vor Reizüberflutung schützt. „So wenig Reize wie möglich soviel Anregung wie nötig“.

 

Integration bedeutet pädagogisch für uns, dass alle Kinder (ohne Ausschluss behinderter Kinder wegen Art und/oder Schweregrad einer vorliegenden Behinderung)

  • in Kooperation miteinander
  • auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau
  • nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk-, und Handlungskompetenzen
  • an und mit einem gemeinsamen Gegenstand
  • spielen, lernen und arbeiten.

 

Aus dem Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher Entwicklungs- und Leistungsvorraussetzungen und individueller Eigenarten entsteht eine Vielfalt sozialer Erfahrungsmöglichkeiten. Sie fördert den Kontakt und das Verständnis untereinander und bietet besondere Chancen zur Bewältigung und den Ausgleich von erfahrener Abgrenzung und Stigmatisierung.

 

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