Katholischer
Freunde-Kindergarten
Herz- Jesu

Konzeption

Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort
  • Einleitung
  • Wer wir sind?
  • Beschreibung unserer Einrichtung
  • Kriterien zur Aufnahme
  • Anmeldung
  • Wir gewährleisten...
  • 12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern/Erzieher/innen
  • Pädagogisches Konzept unserer Einrichtung
  • Religionspädagogisches Konzept
  • Situationsorientierter Ansatz und Projektarbeit
  • Zielsetzung
  • Soziales Lernen
  • Kreativität und Phantasie
  • Das Freispiel in unserer Einrichtung
  • Elternarbeit in unserer Einrichtung
  • Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
  • Informationen





Vorwort:
Die Erkenntnis der Humanwissenschaften haben das Bewusstsein vertieft, dass die Erfahrungen eines Kindes in den ersten Lebensjahren von entscheidender Bedeutung sind für seine seelisch geistige Entwicklung, für die „Menschwerdung“ und „Christwerdung“.
Deshalb nimmt der Kindergarten einen notwendigen, eigenständigen und verantwortungsvollen Bildungsauftrag wahr: das Selbstvertrauen der Kinder stärken, zu Selbstständigkeit und Eigenaktivität zu ermutigen, grundsätzliches Angenommen sein zu spüren, Lernfreude zu wecken und sie Vertrauen in das eigene, einmalige Leben finden zu lassen.
Der katholische Kindergarten weiß sich diesem Bildungs- und Erziehungsauftrag verpflichtet; er ist darüber hinaus auch von pastoraler Bedeutung. Er führt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen religiösen Vorerfahrungen zum Leben mit der Kirche und vermittelt christliche Werte und Haltungen, auch in einem guten Miteinander mit Familien und ihren Kindern, die einer anderen Religion angehören bzw. ohne religiöse Bindung sind.
Der christliche Glaube deutet und verhilft zu ganzheitlichen Erfahrungen, ernst genommen werden: Freude und Angst, Dankbarkeit und persönliche Bedürfnisse. So wird ein Zugang ermöglicht zum lebendigen Gott der Christen, der ein Liebhaber des Lebens ist. Allerdings gilt für alle, die mit Kindern arbeiten: Ich kann ihnen nur wichtig machen, was mir selbst ein Anliegen ist.
Der katholische Freunde – Kindergarten ist ein wichtiger Bestandteil unserer Herz-Jesu-Gemeinde in Recklinghausen-Röllinghausen. Wenn die Erzieherinnen in Zusammenarbeit mit dem Elternrat und dem Träger nun ein Leitbild vorlegen, ist dies zugleich Bestandsaufnahme, Standortbestimmung und Zukunftsperspektive.
Wir stellen deshalb unsere Konzeption und konkrete Arbeit vor, begründen unsere Zielsetzungen und formulieren Wünsche und Perspektiven pädagogischer Arbeit.
Damit möchten wir unser Handeln Eltern und Interessierten transparent machen, aber gleichzeitig auch uns selbst eine Orientierungshilfe geben, die uns dazu anregt, unsere Arbeit durchgehend an den formulierten Zielen zu überprüfen und sie bei Notwendigkeit im Rahmen unserer Möglichkeiten zu verbessern.
Leitbilder sind kein festgeschriebenes Gesetz, sie spiegeln immer auch das „Jetzt“ wieder. Unsere pädagogische Arbeit muss sich in erster Linie an den pädagogischen Bedürfnissen der Kinder orientieren, sie will und muss zugleich als katholischer Kindergarten christliche Werte und Normen vermitteln.
Wir begreifen die Kinder als die Zukunft unserer Gesellschaft und Kirchengemeinde.
Unser Kirchengemeinde trägt den Namen „Herz-Jesu“. Wir brauchen Bilder, die uns leiten und begleiten, damit unser Leben gut bleibt und wird.
 „Herz-Jesu“ ist das Leitbild: es stellt die Grundhaltung Jesu vor Augen, ein offenes und liebevolles Herz zu haben für jedes Kind, für jeden Menschen.
Auf den folgenden Seiten versuchen wir deshalb von diesem Leitbild her, ein Bild unserer Einrichtung zu vermitteln und hoffen, dass dies Entscheidungshilfen und Anlass zum Gespräch mit uns bietet.

Aloys Wiggeringloh / Pfarrer
(f.d. Kirchengemeinde Herz-Jesu)


Einleitung:
Katholischer Freunde Kindergarten
Herz – Jesu

Niederstraße 29
45663 Recklinghausen
Tel. 02361/81228
kita.herzjesu-recklinghausen@bistum-muenster.de
www.freundekindergarten-herz-jesu.de

Der katholische Freunde Kindergarten Herz – Jesu ist eine Tageseinrichtung für Kinder mit einer Regelgruppe und  einer Gruppe mit integrativen Kindern, sowie einer Gruppe für Kinder unter 3 Jahre. Wenn ihr Kind noch nicht getauft ist, ist es auch gern willkommen bei uns. Natürlich sind alle Kinder – unabhängig von Staatsangehörigkeit und Kultur bei uns gerne gesehen.
Unsere Mitarbeiter arbeiten mit großem persönlichem Einsatz nach unserem pädagogischen Konzept, das Kind mit seinen Bedürfnissen steht dabei im Mittelpunkt.

Wer wir sind?
Unser Kindergarten wurde am 10. Februar 1957 durch Dechant Pardun eingeweiht.
Zu dieser Zeit besuchten 110 Kinder in 3 Gruppenräumen unsere Einrichtung. Wie damals oft üblich  wurden die Kinder von  einer Ordensschwester und zwei Helferinnen betreut.
Bis zum 31.07.2007 besuchten 75 Kinder im Alter von 3–6-Jahren unsere Einrichtung. Unsere Gruppen sind nach den drei Freunden aus dem Bilderbuch von Helma Heine benannt: Johnny Mauser, Franz von Hahn und Schweinchen Waldemar.
Seit dem 31.07.2007 besuchten 45 Kinder im Alter von 3-6 Jahren unsere Einrichtung. Johnny Mauser und Franz von Hahn sind zusammengezogen. Die Gruppennamen sind für Kinder sehr wichtig sie bieten neben der Orientierung auch ein Zugehörigkeitsgefühl. Seit dem 1.09.2008 arbeiten wir in der Schweinchen Waldemar Gruppe integrativ. Dort werden insgesamt 20 Kinder betreut, davon 4 Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedroht.
Seit dem 1.8.2010 betreuen wir in einem für Kinder unter 3 Jahre gestaltetem Anbau 15 Kinder im Alter von 0-3 Jahre. Diese Gruppe ist unsere Johnny Mauser Gruppe. Somit hat jedes Tier der 3 Freunde wieder eine Zugehörigkeit zu einem Gruppentyp.
Staatlich anerkannte Erzieherinnen leisten pädagogisch geplante Arbeit.
Zu unserem Kindergartenteam gehören:
Kindergartenleitung, die auch Gruppenleitung ist 37,5 Std./Woche
1 Fachkraft 28,5 Std./ Woche
1 Ergänzungskraft 39 Std./ Woche
1 Erzieherin als Ergänzungskraft 31,5 Std. / Woche
1 Gruppenleitung 39 Std. / Woche
1 Heilpädagogin 39 Std./Woche
1 Erzieherin als Fachkraft 15 Std./Woche
4 Raumpflegerinnen
1 Gruppenleiterin der U 3 Betreuung 39 Std./ Woche
1 Erzieherin als Fachkraft der U 3 Betreuung 39 Std. /Woche
1 Erzieherin als Fachkraft der U 3 Betreuung 35 Std. /Woche
Der Personalschlüssel wird jährlich neu berechnet, auf Grund der Buchungszeiten der Eltern.

Träger:
Katholische Kirchengemeinde St. Antonius
Anschrift:
    Antoniusstr. 10, 45663 Recklinghausen


Beschreibung unserer Einrichtung:
Das Gebäude verfügt über zwei Gruppenräume mit  jeweils einem Nebenraum und verschiedenen Spielbereichen, einem Flur und einer Halle.
Die Gruppenräume sind mit einer Küchenzeile mit 2 Kochplatten und einer Spüle ausgestattet. Weiterhin stehen ein Bewegungsraum mit entsprechenden Materialien zur Bewegungsförderung, sowie ein Therapieraum zur Verfügung. In einem Sanitärbereich befinden sich 3 kindgerechte WC und vier Waschbecken, sowie ein Wickelbereich mit Dusche. In einer komplett ausgestatteten Küche ist eine Arbeitsplatte mit Kochplatten in kindgerechter Höhe.
Ein 2010 errichteter Anbau beherbergt 15 Kinder unter 3 Jahren. Die Räumlichkeiten sind wie folgt ausgestattet:
Eingangshalle mit Garderoben und Kinderwagenstellplätze
Gruppenraum mit Küchenzeile und Essbereich
2. Ebene durch eine Treppe zu erreichen zum Kuscheln und Verstecken
Nebenraum als Kreativbereich gestaltet mit Matschbecken und Staffelei- Ausgang zum Außenbereich für die U 3 Gruppe
Waschraum mit Wickelbereich , Dusche, Toiletten
 1 Schlafraum für die Kinder unter 3 Jahre
Das ansprechende und großzügige Außengelände mit altem Baumbestand lädt mit Sand und Matschbereich, Hängebrücke, Weidentipi, Rutsche, Nestschaukel, Kletterbaum, sowie einem Tastparcour zum aktiven Spiel ein. Ein kleiner Kräuter- und Gemüsegarten ermöglicht den Kindern Naturerfahrungen zu machen. Von der Aussaat bis zur Ernte, pflanzen, säen, wachsen, die gesamte Verarbeitung praktisch kennenzulernen. Für die unter 3 jährigen besteht die Möglichkeit in einem separaten Außenbereich durch verschiedene Bodenbelege, Tasterfahrungen zu machen. Ein altersgerechter Sandbereich lädt zum spielen ein. Die ebene Fläche bietet den Platz um mit Fahrzeugen zu fahren.
Lage
Unser Kindergarten liegt im östlichen Teil Recklinghausens im Ortsteil Röllinghausen. Dieser Stadtteil birgt noch dörflichen Charakter. Kinder haben die Möglichkeit sehr schnell, Felder und Wälder zu erreichen und die Natur im Jahreskreis zu erleben. Sie finden uns auf der Niederstraße hinter der Herz – Jesu Kirche.
Zusammenarbeit im Team
Die gute Zusammenarbeit in einem Team ist besonders wichtig um wertvolle pädagogische Arbeit leisten zu können. Sie funktioniert nur dann wenn jeder verantwortungsbewusst handelt, Absprachen getroffen und Informationen weitergegeben werden. Aus diesem Grund sind uns die Teamgespräche die einmal wöchentlich stattfinden besonders wichtig. Gemeinsam wird das pädagogische Handeln immer wieder neu durchdacht, Feste und Feiern geplant, Entscheidungen getroffen und vieles mehr. Dankbar nehmen wir auch Ihre Kritik an und versuchen in Teamgesprächen alle Probleme zu lösen.
Finanzierung
Die Finanzierung geschieht nach der gesetzlichen Regelung:
Die Eltern zahlen die Beiträge an die Stadt Recklinghausen.
Öffnungszeiten.
Montag – Freitag          7:00 Uhr bis 16:00 Uhr
 
Blocköffnung:               7:00 Uhr bis 14:00 entspricht 35 Stunden/ Woche
Ganztagsbetreuung      7:00 Uhr bis 16:00 Uhr entspricht 45 Std. / Woche
Alle Kinder nehmen eine gemeinsame Mahlzeit in der Mittagszeit ein. Sie geben Ihrem Kind einen kalten Imbiss mit oder:
Es besteht die Möglichkeit ein warmes Mittagessen zu bestellen.
Die Kosten hierfür tragen die Eltern und werden vertraglich mit dem Träger geregelt.
5 mal / Woche sind buchbar, die Kosten betragen 50,- Euro/ Monat


Kriterien zur Aufnahme:
Für die Aufnahme eines Kindes ist das Alter des Kindes das wichtigste Aufnahmekriterium.
Die Kriterien werden im Kindergartenrat jährlich überprüft und ggf. neu festgelegt.
Wir arbeiten in zwei altersgemischten Gruppen mit Mädchen und Jungen im Alter von 3-6 Jahren.
In einer Gruppe werden Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedroht betreut. In dieser Gruppe ist eine Heilpädagogin zusätzlich tätig.
In jeder Gruppe werden 25 Kinder betreut.
In einer Gruppe werden 15 Kinder im Alter von 0,4 bis 3 Jahren betreut.  
Wir bilden seit vielen Jahren Erzieher/innen aus. Wir begleiten Praktikanten während der Erzieherausbildung, sowie FOS 12 Schüler auf ihrem Ausbildungsweg. Eine enge Zusammenarbeit mit der Alexandrine- Hegemann Schule, dem Herwig- Blankertz Berufskolleg und dem Berufskolleg Castrop-Rauxel ist daher selbstverständlich.

Anmeldung:
Möchten Sie Ihr Kind bei uns anmelden? Dann vereinbaren Sie einen persönlichen Termin, an dem wir Ihnen unsere Einrichtung zeigen und weitere Fragen gerne beantworten.
Tel..02361/81228
Ansprechpartner: Karin Ronge
Kita.herzjesu-recklinghausen@bistum-muenster.de


Ferienregelung
Sommerferien:  10-15 Tage
Osterferien: 4 Tage
Weihnachtsferien: 4 –5 Tage

Gedanken zu unserem Leitbild:
In unserer katholischen Tageseinrichtung für Kinder richten sich Träger, Erzieher und Eltern gemeinsam an folgendem Leitbild aus:

Freundschaft ist unser Grundgedanke.
Wir orientieren uns an Bildern des Freunde Bilderbuches von Helme Heine.
Kinder denken in Bildern und kommunizieren über diese. Das Bilderbuch vermittelt durchweg alle wichtigen Elemente der Freundschaft und Gemeinschaft.
Freunde Jesu zu sein und zu der Gemeinschaft der Christen zu gehören ist uns ein Anliegen.
Wir orientieren uns an ...
… Werte und Normen.
Was bedeutet dieses für die Kinder? Kinder brauchen Regeln, Verlässlichkeit, Werte an denen sie sich orientieren.
Im täglichen Miteinander vermitteln wir den Kindern positives Sozialverhalten, Rücksichtnahme, Zusammengehörigkeitsgefühl, den sorgsamen Umgang mit Materialien, Kinder erleben und erlernen  gemeinsames Essen, Tischmanieren, teilen von Spielmaterial.
Kinder lernen Werte, des sozialen Miteinanders; die uns wichtig sind. Konflikte lösen auf verbale Art, Absprachen treffen, Kompromisse schließen, Hilfsbereitschaft, usw.
Das Kind kann sich als Persönlichkeit mit seinen Stärken und Schwächen angenommen fühlen!
… Grundsätze des katholischen Glaubens.
Wir wollen Freunde Jesu sein, nach seinem Vorbild leben. Biblische Geschichten kindgerecht vermitteln und so den Weg zur Gemeinschaft der Kirche zu weisen, sind unser Ziel.
… christliche Traditionen.
Christliche Feste im Jahreskreis sind für uns von besonderer Bedeutung. Das Beten mit den Kindern im Kindergartenalltag, von Kindern mitgestaltete Gottesdienste, prägen den Weg zur Gemeinschaft der Christen. Dieses bedeutet christliche Tradition. Wir vermitteln Riten der katholischen Kirche!

Wir gewährleisten …
… Zuverlässigkeit und Professionalität.
Wir sind staatlich anerkannte Erzieherinnen, die über mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Durch kontinuierliche Weiterbildung gewährleisten wir, eine auf pädagogischem Fachwissen fundierte Planung unserer Arbeit. Zuverlässig stehen wir Ihnen und Ihren Kindern zur Seite. In allen Lebenssituationen haben wir ein offenes Ohr für sie und wir versuchen sie zuverlässig zu unterstützen!
… Arbeit, die sich am Kind orientiert.
Gerade in der heutigen Zeit, in der Kindertageseinrichtungen sich immer mehr nach politischen Forderungen und Gesetzen richten müssen, (längere Öffnungszeiten, weniger Fachkraftstunden) ist es besonders wichtig, sich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren. Nicht mehr Öffnungszeit bedeutet Qualität, sondern, fachliche Beobachtung und pädagogisch geplante Arbeit. An die Zeit im Kindergarten soll sich Ihr Kind mit Freude erinnern!
… Förderung der Sinne.
Ein Kind benötigt Hilfestellung um beim Erlernen von Sprache, Motorik, logischem Denken dem Alter entsprechend gefördert zu werden. Diese Hilfestellung geben wir Ihrem Kind und machen es sensibel für seine Umwelt!
Wir sind …
… Partner, Freund, Begleiter, Vorbild und Wegweiser ihres Kindes.
Wir möchten Sie nicht der Erziehungspflicht entziehen, sondern sie unterstützen. Durch Gespräche und Absprachen mit Ihnen, begleiten wir die Erziehung Ihres Kindes.
… jederzeit Ansprechpartner für Sie und stehen Ihnen bei Problemen und Fragen zur Seite!
Wir nehmen Ihr Kind ernst, bauen ein freundschaftliches Verhältnis auf, in dem wir es liebevoll in der Kindergartenzeit begleiten. Das wir für ihr Kind ein Vorbild sind ist uns sehr bewusst und dieses spiegelt sich in unserem Handeln wieder.
… für Ihr Kind da und nehmen jedes Kind an, wie es ist und begleiten es durch die Kindergartenzeit!
Ihr Kind ist auf einem Weg und braucht ständig Rückmeldung von uns in allen Bereichen. Wir weisen einen Weg, der zur christlichen Gemeinschaft führt, der auf die Schule vorbereitet und der Freundschaft untereinander fördert, damit Ihr Kind seinen Weg gut findet!


12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern / Erzieherinnen:

Verwöhne mich nicht!
Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann,
ich will dich nur auf die Probe stellen.

Sei nicht ängstlich, im Umgang mit mir standhaft bleiben!
Mir ist Haltung wichtig, weil ich mich dann sicherer fühle.

Weise mich nicht im Beisein anderer Zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken,
wenn du zu mir leise und unter vier Augen sprichst.

Sei nicht fassungslos, wenn ich zu dir sage: “Ich hasse dich!“
Ich hasse dich nicht, sondern deine Macht, meine Pläne zu durchkreuzen.

Bewahre mich nicht immer vor den Folgen meines Tuns!
Ich muss auch peinliche und schmerzhafte Erfahrungen machen,
um innerlich zu reifen.

Meckere nicht ständig!
Ansonsten schütze ich mich dadurch, dass ich mich taub stelle.

Mache keine vorschnellen Versprechungen!
Wenn du dich nicht an deine Versprechungen hältst,
fühle ich mich schrecklich im Stich gelassen.

Sei nicht inkonsequent!
Das macht mich unsicher und ich verliere mein Vertrauen.

Unterbrich mich nicht und höre zu, wen ich Fragen stelle!
Sonst wende ich mich an andere, um dort meine Informationen zu bekommen.

Lache nicht über meine Ängste!
Sie sind erschreckend echt, aber du kannst mir helfen,
wenn du versuchst, mich ernst zu nehmen.

Denke nicht, dass es unter deiner Würde sei, dich bei mir zu entschuldigen!
Ehrliche Entschuldigungen erwecken bei mir ein Gefühl von Zuneigung und Verständnis.

Versuche nicht, so zu tun als seist du perfekt oder unfehlbar!
Der Schock ist groß, wenn ich herausfinde, dass du es doch nicht bist.

Ich wachse so schnell auf und es ist sicher schwer für dich, mit mir Schritt zu halten.
Aber jeder Tag ist wertvoll, an dem du es versuchst.
Lucia Feider /Aus Kindergarten Fachverlag


Pädagogisches Konzept unserer Einrichtung:
Pädagogisches Konzept in der U3 Gruppe
Eingewöhnungsphase:
Die Eingewöhnung gestaltet sich individuell und in Anlehnung an das Berliner Eingewöhnungskonzept. Dabei berücksichtigen wir vor allem die Bedürfnisse des Kindes und das Zeitmanagement der Eltern. In den ersten Tagen benötigt das Kind eine bekannte Bezugsperson (Eltern, Großeltern, Tagesmutter) um sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden. Die Bezugsperson sollte dem Kind genug Freiraum lassen um Kontakt zu den Erzieherinnen und den Kindern aufzunehmen.
Ablauf der Eingewöhnung
Der erste Tag:
Der Schwerpunkt liegt an diesem Tag auf der Spielsituation. Ihr Kind soll sich mit der neuen Umgebung vertraut machen und dabei sein Spiel frei bestimmen. Die Erzieherin verhält sich zurückhaltend, reagiert aber auf Kontaktversuche des Kindes. Freundlich Gespräche zwischen Ihnen und der Erzieherin, erleichtern auch dem Kind die Kontaktaufnahme. Durch kleine Spielangebote versucht Sie mit dem Kind in Kontakt zu treten.
Der zweite Tag:
Auch dieser beginnt wieder mit der Spielsituation. Die Erzieherin versucht sich weiterhin in einer behutsamen Annäherung an Ihrem Kind.  An diesem Tag füttern und wickeln Sie Ihr Kind. Die Erzieherin ist dabei Beobachter und unterstützt Sie bei der Vorbereitung. Sie erhält somit Einblick über gewohnte Rituale.  Aktivitäten werden mit der Erzieherin in Verbindung gebracht.
Der dritte Tag:
Dieser Tag verläuft wie der zweite Tag. Das Kind erfährt Stabilität durch die Wiederholung.
Der vierte Tag:
An diesem Tag entscheidet sich durch das Verhalten des Kindes in der Trennungssituation die Dauer der Eingewöhnung. Die Bindungsperson verlässt heute nach einer kurzen Verabschiedung zum ersten mal die Gruppe, auch wenn das Kind protestiert.
Lässt sich ihr Kind schnell durch die Erzieher beruhigen, empfehlen wir die kürzere Eingewöhnung, ist dies nicht der Fall, die längere Variante. Dieses entscheiden wir mit ihnen zusammen.

kürzere Eingewöhnung (ca. 6 Tage):
Die Zeiträume ohne die Bindungsperson in der Gruppe werden vergrößert.
pflegerische Maßnahmen werden von der Erzieherin übernommen.
Bindungsperson bleibt in der Einrichtung           

längere Eingewöhnung (ca. 2-3 Wochen):
Ab dem siebten Tag findet ein neuer Trennungsversuch statt
Wenn das Kind sich von der Erzieherin trösten lässt, werden in den kommenden Tagen, die Zeiträume ohne die Bezugsperson vergrößert
Bindungsperson bleibt weiterhin in der Einrichtung

Schlussphase:
Die Bezugsperson hält sich nicht mehr gemeinsam mit dem Kind in der Kita auf. Sie ist aber jeder Zeit erreichbar. Die Schlussphase dauert 2 Wochen.
Wir helfen den Eltern den loslöse Prozess zu bewältigen, indem wir die Ängste und Sorgen der Eltern sehen und ihnen begleitend zur Seite stehen. Trotzdem ist es wichtig dem Kind einen positiven Eindruck zur Tageseinrichtung zu vermitteln und selbst los zu lassen.
Bildung und Erziehung
Die frühkindliche Erziehung ist in erster Linie Selbstbildung durch das Spiel. Die Kinder entwickeln und konstruieren die Strukturen, mit welchen sie ihre soziale, sachliche und geistige Welt erfassen, aus eigener Erfahrung heraus.
Auf ihrem Weg, die Welt zu begreifen, begleiten wir die Kinder und bieten ihnen vielfältige Wahrnehmungs- und Erfahrungsmöglichkeiten  zum ganzheitlichen Lernen. Die neuen Räumlichkeiten im Anbau für die U 3 Betreuung bieten ausreichend Platz für die verschiedenen Aktivitäten der Kinder. Die Räumlichkeiten sind sehr differenziert gestaltet.
Zum Beispiel:
Podeste, Treppen, Bewegungs- und Rückzugsmöglichkeiten, Kreativ-und Matschbereich, unterschiedliche Materialien die die Sinne der Kinder ansprechen.
Ein separates Außengelände, welches speziell auf die Bedürfnisse der U 3 Kinder abgestimmt ist, bietet z.B. eine Taststraße und einen Sandbereich.
Schwerpunkte des Tagesablaufes:
Schlafbedürfnisse der Kinder:
Im gesamten Tagesablauf müssen Möglichkeiten für Ruhephasen geschaffen werden, da die Kinder nach einer Zeit des Spielen, Entdecken und Bewegen eine Pause benötigen um neue Kräfte zu sammeln. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich durch die Kuschelhöhlen individuell zurückzuziehen. Es steht ein separater Schlafraum für den Mittagschlaf der Kinder zur Verfügung.
Mahlzeiten:
Während die älteren Kinder ihr Frühstück und Mittagessen selbständig einnehmen können, benötigen die kleinsten noch die Hilfestellung der Erzieherin. Daher nehmen wir die Mahlzeiten gemeinsam ein. In der Mittagszeit sind einige unserer schon müde und wollen schlafen, diese Kinder essen dann nach ihrem Mittagsschlaf.  
Als gesunde Zwischenmahlzeit bieten wir den Kindern täglich frisches Obst und Gemüse an.

Sauberkeitserziehung:
Die Erzieherin begleitet und unterstützt die Kinder auf dem Weg zur Sauberkeit.
Die ungeteilte Aufmerksamkeit die ein Kind beim Wickeln oder der Körperpflege erfährt, trägt zum Aufbau und zur Festigung der gegenseitigen Beziehung bei.

In der Regel werden Kinder von ganz allein sauber und trocken, sobald die Funktionen und Strukturen des Körpers ausgereift sind.
Integrative Arbeit in der Schweinchen Waldemar Gruppe

In unserer Einrichtung arbeiten wir seit dem 01.09.2008 in der Schweinchen Waldemar Gruppe integrativ. Hier werden insgesamt 25 Kinder betreut, davon können Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedroht, betreut werden.
Die Gruppe wird von einer Heilpädagogin/Erzieherin als Gruppenleitung (39,0 Std.), einer Erzieherin (28,5 Std.) und einer Heilpädagogin (39,0 Std.) betreut.
Der Gruppenalltag verläuft ähnlich wie in der Regelgruppe.
Die Kinder mit Behinderung oder die von einer Behinderung bedroht sind sollen ein Teil der Gesamtgruppe werden und Kontakt zu den anderen Kindern bekommen.
Der Unterschied zur Regelgruppe liegt darin, dass die Kinder mit Behinderung oder die von einer Behinderung bedroht sind während des Tagesablaufs speziell gefördert werden (von der Heilpädagogin und Motopädin). Dieses findet in einer Kleingruppe oder in einer Einzelförderung außerhalb der Gruppe statt. Die Heilpädagogin stellt für jedes Kind einen individuellen Förderplan auf, indem sie die Zielsetzung für die einzelnen Kinder dokumentiert. Dieser wird immer wieder aktualisiert. Schwerpunkt der heilpädagogischen Arbeit liegt darin die vorhandenen Fähigkeiten der Kinder zu stärken und Fehlendes aufzubauen. „Nicht gegen den Fehler sondern für das Fehlende“ (Paul Moor). Dabei orientieren sich die Fördereinheiten an folgenden Lerninhalten:

vom Einfachen zum Schweren
vom Ganzen zum Einzelnen und wieder zurück zum Ganzen
(Körper-) Grenzen spüren und erleben lassen, sowie fühlbar machen
Raum-Lage-Orientierung
Wahrnehmung

In der Förderung dient das Spiel als kindgemäße Art der Auseinandersetzung mit sich und der Lebensumwelt. Dabei fließen Elemente aus der Psychomotorik, Wahrnehmungsförderung nach Affolter, Sensorische Integrationsförderung nach Ayres, Basale Stimulation nach Fröhlich sowie Sprach- und Spielanbahnung mit ein. Jede Förderung, auch wenn sie nur einen Funktionsbereich anstrebt, wirkt auch auf andere Entwicklungsbereiche ein, denn alle Entwicklungsbereiche wirken mit- und ineinander. Entwicklungen sind immer möglich, wenn die Lernschritte des einzelnen Kindes wahrgenommen, beachtet und so behutsam unterstützt werden, wie es dessen potenziellen Möglichkeiten entspricht.
Die Kinder benötigen einen fest strukturierten Tagesablauf, in neuen ungewohnten Situationen werden sie von uns intensiv begleitet.
Auch die Raumgestaltung hat sich dahin gehend verändert, dass wir klar abgegrenzte Spielbereiche eingeführt haben. Eine feste und übersichtliche Ordnung der Materialien, Spielzeuge etc. sorgt dafür, dass der Gruppenraum möglichst vor Reizüberflutung schützt. „So wenig Reize wie möglich soviel Anregung wie nötig“.
Beispiel: In unserem Flur haben wir einen Arbeitsplatz eingerichtet, indem die Kinder sich intensiv mit einem Thema beschäftigen können. Dieser sieht zunächst sehr nüchtern aus, dient aber der Fokussierung auf das eigentliche Thema. Die Kinder werden nicht durch zusätzliche Reize abgelenkt. Dieser Bereich wird von allen Kindern gerne genutzt.       

Integration bedeutet pädagogisch für uns, dass alle Kinder (ohne Ausschluss behinderter Kinder wegen Art und/oder Schweregrad einer vorliegenden Behinderung)
in Kooperation miteinander
auf ihrem jeweiligen Entwicklungsniveau
nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk-, und Handlungskompetenzen
an und mit einem gemeinsamen Gegenstand
spielen, lernen und arbeiten.

Aus dem Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher Entwicklungs- und Leistungsvorrausetzungen und individueller Eigenarten entsteht eine Vielfalt sozialer Erfahrungsmöglichkeiten. Sie fördert den Kontakt und das Verständnis untereinander und bietet besondere Chancen zur Bewältigung und den Ausgleich von erfahrener Abgrenzung und Stigmatisierung.
 

Religionspädagogisches Konzept:
Wir sind ein Teil der katholischen Kirchengemeinde Herz – Jesu. Freunde Jesu zu sein, von seinem Leben und seinen Geschichten zu hören und Kinder mit den Aussagen des Evangeliums vertraut zu machen, sehen wir als wichtiges Ziel unserer Arbeit. Religiöse Erziehung ist kein gesonderter Teil unserer Arbeit, sondern ist im täglichen Miteinander enthalten. Gerade eine Erziehung, die ganzheitlich gestaltet wird, setzt sich mit religiösen Fragen auseinander. Wir stehen dem Kind zur Seite, wenn es Erklärungen fordert. Wir verstehen die Welt, als Schöpfung Gottes, für die der Mensch Verantwortung  trägt. Wertschätzung unserer Erde, des Menschen, der Tiere, unserer Umwelt ist für uns  selbstverständlich. Kinder setzten sich in ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit intensiv mit der Umwelt auseinander und möchten sie in Beziehung zu sich selbst bringen. Wir begleiten sie dabei. Christliche Feste sind ein fester Bestandteil unserer religiösen Erziehung. Kinder lernen Heilige, wie St. Martin, Nikolaus usw. kennen und hören davon, wie diese damals gelebt haben. Feste wie, Weihnachten, Ostern haben für uns nicht nur Tradition, sondern religiösen Charakter, ebenso das Christentum welches wir den Kindern anhand von Büchern, Dias, Gottesdiensten, Rollenspielen und Liedern vermitteln. Mit Gott sprechen, in Form von freien und vorgegebenen Gebeten ist selbstverständlich. So lernen Kinder Dankbarkeit und Freude, Hoffnung und Sorgen Gott anzuvertrauen. Kinder erfahren so, das sie von Gott angenommen und geliebt werden. Die gemeinsamen Besuche mit den Kindern in der Herz-Jesu Kirche, sei es zu kleinen Kind gerechten Gottesdiensten, oder zum Besuch der Krippe in der Weihnachtszeit, helfen den Kindern einen Bezug zur Kirche aufzubauen und sich, somit als ein Teil christlicher Gemeinde zu erfahren.
Unsere Ziele sind:

  • Kind gerecht christliche Inhalte zu vermitteln.
  • Verhaltensweisen des christlichen Miteinander zu fördern.
  • Kinder die Feste des Jahreskreises bewusst erleben zu lassen.
  • Die Schöpfung Gottes zu bewahren.
  • Jesus als Vorbild im sozialen Miteinander zu sehen.


Situationsorientierter Ansatz und Projektarbeit:
Wir orientieren uns in unserer täglichen Arbeit am situationsorientierten Ansatz, an den Bedürfnissen der Kinder. Greifen Ideen und Interessen der Kinder auf und fördern sie durch gezielte Angebote. Wir versuchen die momentane Lebenssituation der Kinder zu erkennen, nehmen sie ernst und bieten den Kindern einen Ort, wo sie sich wohl und angenommen fühlen. Hier können sie ihre Stärken ausleben sowie Ängste und Sorgen zulassen. In Zusammenarbeit mit dem Kind, das selbst Akteur sein darf, begleiten wir die unterschiedlichsten Interessen, motivieren die Kinder zu neuen Angeboten die sich an den gewünschten Themen orientieren. Wir als Erzieher regen die Kinder an, vermitteln und begleiten sie. Alle Angebote beinhalten entwicklungsorientierte Bestandteile. Jahreszeiten und festgelegte Feste mit ihren pädagogischen Inhalten werden mit dem situationsorientierten Ansatz verbunden.
So entsteht dann auch unsere Projektarbeit die sich auf dem situationsorientiertem Ansatz aufbaut. Durch unsere Beobachtungen aber auch eigene Ideen und interessierten Fragen der Kinder entstehen neue Angebote die wir in Form von Projektarbeit umsetzen.
Wichtig hierbei ist uns möglichst viele Entwicklungsbereiche anzusprechen um jedem Kind die Chance zu geben, je nach eigenen Fähig-und Fertigkeiten mit einzusteigen.
Zu den Entwicklungsbereichen gehören:

  • der soziale Bereich
  • die Sprache
  • die Kreativität/Phantasie
  • die Emotionalität
  • die Motorik
  • der religionspädagogische Bereich

Ziele der Projektarbeit sind:

  • möglichst viele Kinder anzusprechen
  • das Selbstbewusstsein stärken
  • die Selbständigkeit fördern
  • das Kind dort abholen wo es steht (jeweiliger Entwicklungsstand)
  • Lerninhalte sowie Sachwissen spielerisch vermitteln


An der Gruppenpinnwand wird unsere jeweilige Projektarbeit an Hand einer Präsentation mit Fotos oder Texten für die Eltern präsent gemacht. Der Zeitraum einer Durchführung eines Projektes ist flexibel und richtet sich nach dem Inhalt sowie den Bedürfnissen der Kinder.
Beispiel einer Projektarbeit:
Thema: Wellnesswoche im Kindergarten
Beobachtung: Einige Kinder schminken und frisieren sich seit einigen Tagen und haben auch andere Kinder dazu eingeladen.
Auswertung durch den Erzieher: Die Kinder haben Freude dabei andere Kinder zu verwöhnen, oder selbst verwöhnt zu werden. Erzieher plant Wellnesswoche mit zusätzlichen Förderinhalten.
Erste Überlegungen des Erziehers: Verschiedene Sinnesbereiche nacheinander ansprechen, z.B. Düfte und Kräuter anbieten, Tee herstellen, Fuß, Hand und Rückenmassagen machen, Schminken, eine Kosmetikerin einladen und vieles mehr. Dies dann auch mit Fotos und schriftlichen Erläuterungen den Eltern präsent machen.
Reaktion der Kinder: Sowohl Jungen und Mädchen waren begeistert dabei und haben auch zusätzlich Materialien von zu Hause mitgebracht, z.B. Massagegeräte, Gesichtspackungen…

Zielsetzung:
Das eigene Äußere annehmen lernen
Sensibel werden für Rückmeldungen des anderen.
Veränderungen am eigenen Körper wahrnehmen
Reaktionen des Körpers/Gefühle kennenlernen (Freude, Wut, Trauer Angst, Spannung)
Die Wahrnehmung fördern
Entspannungsmöglichkeiten erfahren

Soziales Lernen:
Der Kindergarten schafft ein familienergänzendes und familienunterstützendes Umfeld für Kinder, d.h. neben der Familie, ist der Kindergarten erste Begegnungsstätte um soziale Kontakte zu knüpfen. An dieser Stelle zeigt sich besonders, wie wichtig unser Leitgedanke „Freundschaft“ ist. Die Räumlichkeiten sind so geschaffen, das Kinder an vielen Orten soziales Lernen erfahren. Flur, Halle, Waschraum, Eingangshalle, überall begegnen Kinder, Menschen zu denen sie Kontakt aufnehmen, und Kontakte schließen können.
In den Gruppenräumen sind viele Begegnungsstätten für soziale Kontakte. Der Frühstücksbereich (Gemeinsamkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Verantwortung für den Platz übernehmen.) Kuschelecke (Körperkontakt zu anderen aufnehmen) Rollenspielecke, Bauteppich (Material teilen, eigene Bedürfnisse einschränken, Absprachen treffen). Dieses sind alles wichtige Bestandteile für soziales Lernen. Wir bestärken Kinder Lösungen für Streit zu finden, Kompromisse zu schließen, geben Hilfestellung zu Lösungsvorschlägen, helfen Beziehungen aufzubauen, sich in die Lage des anderen zu versetzen und sich selbst in der Gruppe zu erfahren. Wir öffnen Bereiche zur sozialen Umwelt, in dem wir Institutionen besuchen (Schule, Feuerwehr, Sternwarte, Müllabfuhr, usw.).
Natürlich setzen wir auch Grenzen, denn der Freiraum des Einzelnen endet da, wo die Rechte des anderen beginnen. Daraus erarbeiten wir Regeln des Miteinanders und erleben und erlernen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung. Neben den einzelnen Absprachen in der Gruppe gibt es auch allgemeine Regeln die alle betreffen:
Unsere Regeln und Wertvorstellungen:
Kinder brauchen Regeln, die sie verstehen können, einen geregelten Tagesablauf, daher handeln wir zum Wohl des Kindes bei allen pädagogischen Entscheidungen. Eine Wertschätzung der Persönlichkeit jeden Kindes liegt uns dabei am Herzen.
Wichtig ist uns ein freundlicher Umgang miteinander, verbale Konfliktlösungen, und keine aggressiven Konfliktlösungen.

  • Wertschätzung von Spielmaterialien und Räumlichkeiten.
  • Selbstständiges Aufräumen von Spielmaterial und Spielecken.
  • Bitte keine Trinkpäckchen und Süßigkeiten mitbringen, da wir den Kindern Getränke anbieten, oder aber wieder verwendbare Trinkfläschchen mitgebracht werden können.
  • Wir achten darauf dass Kinder sich abmelden, wenn sie zur Toilette gehen oder auf dem Flur spielen möchten, damit wir über die Anwesenheit jedes Kindes informiert sind.
  • Pünktlichkeit schätzen wir sehr, sowohl bei dem Besuch des Kindergartens bis
  • 9:15 Uhr oder bei Veranstaltungen, daher bitten wir Sie Ihr Kind auch im Krankheitsfall telefonisch abzumelden.
  • Reinlichkeitserziehung (Hände waschen nach dem Toilettengang, Toilette abziehen)
  • Essen nur am Frühstückstisch und Aufräumen des Essplatzes.

Sprache:
Die Sprachförderung ist uns ein besonderes Anliegen. Denn die Sprache ist die Grundlage für den Umgang mit anderen Menschen. Sie dient der Verständigung und ist Mittel der Kommunikation. Sprache ist auf kleinstem Raum eine motorische Höchstleistung. Mit Hilfe des Atems und der Stimme werden einzelne Laute gesendet. Als Sprechwerkzeuge dienen hierbei, die Lippen, Zunge, Nasenhöhle, Zähne, Gaumen, Kehlkopf und Atmungsorgane. Wir senden die Laute mit diesen Sprechwerkzeugen und empfangen sie mit den Ohren.
Die Sprachförderungen in kath. Kindergärten sind ganzheitlich und ein Sprachförderkonzept ist mit allen kath. Tageseinrichtungen erarbeitet worden.
Bei Interesse erhalten Sie gerne einen Auszug.
Wir möchten die Kinder dort auffangen wo sie stehen und Ihnen helfen ihren Wortschatz zu erweitern. Die Basis zum Erlernen der Sprache ist das Interesse der Kinder und die Freude am Tun. Daher vermitteln wir die Sprachförderung spielerisch und bauen sie in den Kindergartenalltag mit ein.
Sprachförderung findet immer dann statt:

  • Begrüßung und Verabschiedung (ein Stück Kultur)
  • Lieder singen, Reime sprechen (die eigene Sprachmelodie finden)
  • Sprachaustausch mit anderen Kindern (soziales Miteinander)
  • Gespräche im Kita Alltag (Aufmerksamkeit und Interesse schenken)
  • Gemeinsam beten (bekannte Texte)
  • Bilderbuchbetrachtung (äußern zu Bildern, Tätigkeiten benennen)
  • Geschichten vorlesen (abstraktes Betonen, Zusammenhänge erkennen)
  • Wünsche und Bedürfnisse äußern (Körpersprache, Sprache, Mimik)
  • Förderung der Wahrnehmung (Sprache wird sinnlich wahrgenommen)
  • Spiele mit der Handpuppe (lernen durch Phantasie und Faszination)
  • Projektarbeit (durch das Gespräch zusammenhänge begreifen)
  • Finger und Kreisspiele (sich wohl fühlen, sich öffnen)
  • Rollenspiele (sprachlich in andere Rollen schlüpfen, Absprachen treffen)
  • Feste und Feiern (Rituale leben, Gemeinsamkeit)


Kreativität und Phantasie:
Die pädagogisch, geplanten Angebote, schränken das Kind in der Kreativität und Phantasie nicht ein. Wir setzen nur bedingt Schablonen ein, meistens um jüngeren Kindern eine Hilfe bei der Vorstellungskraft zu geben. Dieses soll übermäßige Frustration vermeiden. Es werden Arbeiten zum bildnerischen Gestalten angeboten, die, die Kinder nach ihren Vorstellungen und ästhetischen Gesichtspunkten fertig stellen können. Da alle Angebote die Feinmotorik fördern, motivieren wir die Kinder immer wieder zur Teilnahme an den Angeboten. Außerdem stehen den Kindern viele verschiedene Materialien zur freien Verfügung. Wichtig ist uns hierdurch die Experimentierfreude der Kinder zu wecken.
Häufig kommt es daher zu einem nicht fertigen Produkt denn die Kinder haben Freude am ausprobieren verschiedener Materialien. Ihr Selbstwertgefühl wird durch Anerkennung ihrer Arbeit gestärkt und ihre Selbstständigkeit gefördert.
Schon bald ist ein gezielter Einsatz der Materialien möglich und eine ausdauernde Konzentration entsteht. Die Auswahl und das Ausprobieren mit vielfältigen Materialien ist für uns ein Grund auch Naturmaterial mit einzubeziehen. (z.B. Wasser, Sand, Blätter, Steine, usw.)
Das freie Spiel des Kindes:
Das freie Spielen ist die ganzheitliche Förderung der kindlichen Entwicklung. Das Kind kann seinen Impulsen folgen und ist unter Berücksichtigung bestimmter Regeln frei von Weisungen durch den Erwachsenen. Dabei erlebt es das Gefühl von Freiheit. Es ist schöpferisch tätig und es erlebt Freude, die mit materiellen Werten nicht messbar ist. Dies ist eine wichtige Erfahrung um eine positive Einstellung zu sich und seiner Umwelt zu entwickeln. Das Spiel ist für alle Kinder eine Lebensform die zur Gestaltung ihres Lebens mit dazugehört. Spielen hat Auswirkungen auf den emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Bereich. Gerade deshalb ist es gerade in den ersten 6 Lebensjahren von besonderer Bedeutung.
Es erlebt das Gefühl von Kraft und fühlt sich vollwertig und akzeptiert. Lernbereitschaft setzt Spielbereitschaft voraus. Im intensiven Spiel kann das Kind positive und negative Eindrücke verarbeiten.


Das Freispiel in unserer Einrichtung:
Unsere Räume und das Außengelände sind so geschaffen, das sie die kindliche Neugier wecken und Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten schaffen. In den Gruppenräumen sind verschiedene Spielbereiche vorhanden, die von den Kindern nach ihren Bedürfnissen für Rollenspiele verändert werden können. Untergruppen gestalten den Spielbereich nach Interessen.
Im freien Spiel machen Kinder soziale, emotionale und kognitive Erfahrungen. Daher ist das Freispiel der Schwerpunkt unseres Tagesablaufs. Die Erzieherinnen schaffen Räume und Gelegenheiten in denen Kinder selbsttätig mit allen Sinnen lernen.
Freispiel bedeutet: Der Spielort, das Material, die Partner und die Dauer des Spiels gestaltet das Kind nach eigenen Vorstellungen.
Alle Spielecken, wie Rollenspielecke, Bauteppiche, Kuschelecke, Kreativbereich oder Experimentierecke verändern sich mit den Interessen der Kinder. Die Kinder, die bereits in einem Bereich spielen, legen die Anzahl der Spielpartner selbst fest.
Die Kinder entscheiden nach ihren individuellen Bedürfnissen und dem jeweiligen Entwicklungsstand selbständig, welchen Bereich sie bevorzugen. Im freien, ungezwungenen Spiel lernt das Kind Probleme und Streitigkeiten zu lösen, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen.
Durch gezieltes Beobachten des einzelnen Kindes im Spiel ist es uns möglich den Entwicklungstand des Kindes zu erkennen, es zu fördern und zu bestärken und darauf unsere Planungsarbeit aufzubauen. Die Planungsarbeit beläuft sich häufig auf verschiedene Projekte, die sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.
Tagesablauf in unserer Einrichtung:
Ab 7:00 Uhr ist der Kindergarten geöffnet. In der Zeit von 7:00 Uhr bis 8:00 Uhr bereiten die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern den Frühstücksbereich und die laufenden Projekte vor. Damit die Kinder in Ruhe einen Spielort finden und sich in das Spiel der anderen Kinder einbringen können, sollten sie bis 9:15 Uhr in der Einrichtung sein. Um 9.15 Uhr findet individuell ein gemeinsamer Begrüßungskreis statt. Während der Freispielphase stehen den Kindern verschiedene Materialien zur Verfügung. (Kostenfreies Material, Wolle, Stoff, Kleister, Klebe, versch. Sorten Papier, usw.) Diese benötigen sie zum bildnerischen gestalten. Wir schaffen Raum für bewegungsreiche Spiele, z.B. Rollenspiele, konstruktive Spiele, (Bauteppich) und auch ruhige Spiele (Kuschelecke) Spielecken können nach Absprache verändert werden. (eine Rollenspielecke ist auch mal: eine Disco, Krankenhaus, Zirkus, usw.)
Während der Freispielphase wählen die Kinder, in den Regelgruppen, den Zeitpunkt des Frühstücks selbst. In unserer U3 Gruppe frühstücken die Erzieherinnen gemeinsam mit allen Kindern um 9.30 Uhr.
Angeleitete Angebote, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren werden täglich während des Freispiels angeboten. Die Teilnahme der Kinder ist dabei freiwillig.
Das Freispiel endet mit der gemeinsamen Aufräumphase, die durch ein Lied eingeleitet wird.
Benutztes Spielzeug sollte von jedem Kind nach Gebrauch wieder an seinen Platz geräumt werden. Gemeinsam geht dieses in den Spielecken schneller, Kinder treffen Absprachen und helfen einander. Soziales Lernen, Verantwortung für die Gruppe übernehmen. Ältere Kinder helfen jüngeren Kindern (Hilfsbereitschaft).
Der Morgen oder Abschlusskreis ist ein Ritual. Hier werden aufregende Ereignisse aber auch Probleme besprochen, Lerninhalte vermittelt, Themen bezogene Bilderbücher vorgestellt, Lieder eingeführt, Kreis- und Singspiele gespielt, und Geburtstage gefeiert. Im Anschluss dieses Kreises wird häufig das Außengelände genutzt. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder versuchen ihre Jacken und Schuhe selbstständig anzuziehen. Dabei helfen Kinder einander, oder die Erzieherinnen geben Hilfestellung und zeigen den Kindern Stück für Stück wie man sich anzieht (Förderung der Selbstständigkeit).
Je nach Jahreszeit stehen auf dem Außengelände viele Spielmöglichkeiten  zur Verfügung, Sandspielzeug, Fahrzeuge, Hängematte  usw..  Der tägliche Bewegungsausgleich auf dem Außengelände, bewegen an der frischen Luft  trägt zur positiven Entwicklung des Kindes bei. Viele Sinne des Kindes werden auf dem Außengelände angesprochen. Verschiedene Bodenbeläge, schulen des Gleichgewichtssinns (Balancieren, Hängebrücke), Kraftanstrengung (Rutsche), Treppen steigen etc. Muskelkraft wird gefördert. Müdigkeit nach dem Mittagessen kann eine Folge vom Bewegungsausgleich sein. Nach einer Ruhephase kann ein Kind aber im Anschluss konzentriert spielen.   
Die Kinder, die um 12:00 Uhr verabschiedet werden, singen ein Abschiedslied, nachdem sie sich angezogen haben. Diese Art der Verabschiedung stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder und fördert die Selbstständigkeit (Tasche holen, Materialien, Infos, etc.).
Die erste Abholphase ist um 12:00 Uhr:
Um 12:00 Uhr werden die Kinder aus den Gruppentüren entlassen, oder bei gutem Wetter am Tor verabschiedet.
Die Kinder der Blockbetreuung und die Kinder der Ganztagsbetreuung  treffen sich zum gemeinsamen Mittagessen. Die Kinder essen gemeinsam mit den Erzieherinnen. Nach dem Essen haben sie die Möglichkeit sich in die Kuschelecke zurückzuziehen und z.B.: eine Geschichte zu hören oder im Bewegungsraum bzw. auf dem Außengelände Fußball zu spielen, im Sand zu buddeln oder auch mit Fahrzeugen zu fahren. Ein Abschlusskreis um ca. 13:50 Uhr mit gemeinsamen Spielen, Liedern und Gesprächen finden häufig in dieser Zeit statt und bildet den Abschluss der Blockbetreuung.
Die Abholzeit für die Kinder die 35 Std./ Woche betreut werden, ist um 14:00 Uhr.
Ab 14:00 Uhr werden alle Kinder in der Schweinchen Waldemar oder Johnny Mauser Gruppe betreut. Bei schönem Wetter findet die Betreuung draußen statt.
Förderungen und Projekte finden nun in einer kleinen Gruppe statt und die Erzieherinnen schaffen weitere Gelegenheiten und Räume in denen die Kinder selbsttätig lernen. Dieses geschieht an den Interessen der Kinder orientiert.
Das Frühstück im Kindergarten:
Im Elementarbereich entscheidet das Kind während des Freispiels ob, mit wem oder wann es frühstückt. Der Tisch ist so vorbereitet, dass mehrere Kinder daran Platz nehmen können, um gemeinsam zu kommunizieren und so die Gemeinschaft zu fördern. Freunde haben die Möglichkeit gemeinsam das Spiel zu unterbrechen und zu frühstücken. Die Kinder können zum Frühstück z.B. ein Brot, Brötchen, Joghurt, Cornflakes mitbringen. Jedes Kind spült sein benutztes Geschirr und stellt es für das nächste Kind bereit (Soziales Lernen). In der Kleinkindgruppe findet das Frühstück um ca. 9:30 Uhr statt. Hier frühstücken die Kinder gemeinsam mit dem Erzieherinnen an einem Tisch. Für unsere „kleinen“ ist es wichtig, da sie so Gemeinsamkeit erfahren und Hilfestellungen bekommen. Auf dem Tisch befindet sich immer ein Obstteller, d.h. es wird täglich frisches Obst und Gemüse aufgeschnitten. Die Eltern geben ihrem Kind Obst und Gemüse mit, das für alle Kinder bereit steht. So geben wir den Kindern die Möglichkeit täglich Obst und Gemüse zu essen, Sorten zu probieren, die es nicht kennt. Durch dieses Ritual wird vermieden, dass Kinder in ein Obstteil beißen, es nicht mögen und z.B. ein ganzer Apfel in den Kompost wandert.
Zum Frühstück reichen wir den Kindern Mineralwasser, Saftschorle und Tee.
Jeden 1. Donnerstag im Monat findet, in den Kindergartengruppen ein gesundes Frühstück statt. Vor der Gruppe hängt einige Tage vorher eine Liste aus, welche Lebensmittel wir zum Frühstück benötigen. Eltern können sich in diese Liste eintragen und selbst entscheiden, was sie zum gesunden Frühstück beitragen möchten. Alle Lebensmittel werden dann, in Büffetform, den Kindern angeboten.
Das Mittagessen im Kindergarten:
Um 12.00 Uhr nehmen alle Kinder eine gemeinsame Mahlzeit innerhalb der Gruppe ein. Sie haben die Möglichkeit ihrem Kind einen kalten Imbiss mitzugeben oder eine warme Mahlzeit zu bestellen. Diese kann 5-mal/Woche gebucht werden und kostet 50,- Euro/ Monat. Rituale, wie beten, Tischmanieren, Hände waschen, spielen eine große Rolle im sozialen Miteinander.
Der Spaziergang:
Bei Eintritt in den Kindergarten bitten wir die Eltern um eine Einverständniserklärung, dass ihr Kind an Spaziergängen teilnehmen darf.
Die Lage unserer Einrichtung ist optimal um in Kürze Wald und Feld zu erreichen. Es ist uns ein Anliegen, dass Kinder die Natur und ihren Wandel im Jahreskreis erleben. Der Duft des Frühlings, das Rauschen des Herbstes und die gedämpfte Stille im Schnee (Winter), Kinder erleben zu lassen, halten wir für sehr wichtig. Pflanzen, Felder und auch Tiere der Natur verändern sich. Wir machen Kinder sensibel für diese Dinge. Bewegung in der Natur stärkt die Abwehrkräfte, macht müde und wirkt sich positiv auf die Entwicklung eines Kindes aus. Die Kinder lernen mit allen Sinnen, begreifen sich selbst als Teil der Natur.
Turnen im Kindergarten:
Unser Bewegungsraum steht jeder Gruppe an verschiedenen Wochentagen zur Verfügung.
Im Bewegungsraum kann eine Bewegungsbaustelle, eine Entspannungseise, ein Fußballspiel oder Tanz und lebendiges Spiel stattfinden. Das Turnen fließt in den Tagesablauf mit ein, d.h., dass während der Freispielphase geturnt wird. Dieses richtet sich in seiner Planung nach dem Alter, den Interessen und dem jeweiligen Bewegungsdrang der Kinder.
In der Turnhalle befinden sich Haken für die Turnbeutel hier können die Kinder, Turnschuhe, Turnhose und T- Shirt aufbewahren. Das Turnzeug sollte immer zur Verfügung stehen, da situationsorientiert Untergruppen  den Bewegungsraum individuell nutzen. Um die Motorik  der Kinder möglichst gut zu fördern, bieten wir neben angeleiteten Bewegungsspielen auch Bewegungslandschaften an, in denen die Kinder frei ausprobieren können. Übers „Herumtoben“, Klettern, Rollen, Verstecken, Springen, werden der Einfluss der Schwerkraft und das Zusammenwirken der verschiedenen Teile des Körpers gefühlt. Dies ist Voraussetzung für ein gutes Körpergefühl. Wichtig ist eine Auswahl an Materialien die sowohl Neugierde als auch Schwierigkeit mit sich bringen. Unvorhersehbares und Zufälliges soll Platz finden. Im Spiel ein „Risiko“ einzugehen und nicht genau zu wissen was an neuen Erfahrungen gesammelt werden kann fördert die allgemeine Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

Das Kind erlernt beim Turnen…

  • durch selbständiges Handeln, intensives Wahrnehmen (spüren, sehen, hören)
  • spielerisch das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten
  • verschiedene Materialien und ihre Beschaffenheit kennen
  • durch das Abenteuer Mut zu zeigen
  • Körperbeherrschung, denn es macht bei jedem neuen Versuch Entwicklungsfortschritte


Das wichtigste ist jedoch immer die eigene Motivation und Freude am Tun, denn nur so kann ein Lernprozess entstehen!
Geburtstagsfeier:
In jeder Gruppe befindet sich ein Geburtstagskalender, jedes Kind mit einem Foto und dem Geburtstagsdatum ist dort zu finden. Dieser Kalender stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Kinder. Wir bitten die Eltern bei Eintritt in den Kindergarten aus diesem Grund um ein Foto.
Am Geburtstag des Kindes wird das Foto vor die Gruppentür gehängt, um allen zu signalisieren, dass ein Geburtstag in der Gruppe gefeiert wird. Für das Geburtstagskind heißt dieses, dass es an diesem Tag die absolute Aufmerksamkeit aller bekommt, sich als wichtige Persönlichkeit der Gruppe erfahren kann. Dieses stärkt das Selbstwertgefühl des Kindes. Sollte das Kind an einem Wochenende oder in den Ferien Geburtstag haben besteht die Möglichkeit den Geburtstag nachzufeiern.
Das Geburtstagskind bekommt ein kleines Geschenk und eine Geburtstagskappe. Es ist üblich dass die Kinder an ihrem Geburtstag eine Kleinigkeit verteilen. Das kann Kuchen, eine Süßigkeit, Eis usw. sein. Es sollte aber nur eine Kleinigkeit sein, damit die eigentliche Geburtstagsfeier und das Kind und nicht die mitgebrachten Sachen im Mittelpunkt stehen.
Den Ablauf der Feier bestimmt das Kind selbst, indem es Spiele und Lieder aussucht, sowie Kinder die es vor die Tür begleiten, während der Geburtstagstisch gedeckt wird. Anhand der Kerzen erkennen alle Kinder wie alt das Kind wird. Geburtstagslieder werden gesungen. Wichtig ist es, dass beim verteilen der mitgebrachten Dinge jedes Kind persönlich gratuliert, da dieses das soziale Lernen und das Gemeinschaftsgefühl fördert. So fühlt sich ein Kind von allen angenommen und sein Selbstwertgefühl wird gestärkt. Natürlich bestimmt das Kind die Dauer des Stuhlkreises an diesem Morgen, da es den Zeitpunkt bestimmt, die Feier zu beenden, um evtl. noch das Außengelände zu nutzen. In der Johnny Mauser Gruppe wird der Geburtstag mit kleineren Abwandlungen, bezogen auf das Alter der Kinder, gefeiert.
Vorbereitung auf die Schule:
Im letzen Kindergartenjahr, vor Eintritt in die Schule fördern wir die Kinder intensiv. Diese Gruppe nennen wir „Intensivgruppe“.
Durch verschiedene Projekte wecken wir die Neugier und Wissbegierde der Kinder. In dieser Gruppe lernen die Kinder in einer vorgegebenen Zeit, gestellte Aufgaben zu lösen.
Aktivitäten, Ausflüge zu verschiedenen Institutionen, z.B. Feuerwehr, Zahnarzt, Müllabfuhr usw. werden in der Intensivgruppe am Vormittag durch bildnerisches Gestalten oder Arbeitsblätter zum Thema vertieft. Feinmotorik wird gefördert, Dinge des täglichen Lebens geübt (Schleife binden). Verkehrserziehung, Zahnhygiene und Umwelterziehung sind weitere wichtige Themen. Praktisches wird mit Theorie verbunden. Kinder lernen so durch Anschauung und eigenes Erleben und erweitern ihren Horizont.
Alle Angebote sind so geplant, dass sie die altersgerechte Konzentration und Ausdauer nicht überschreiten, so dass den Kindern an diesem Vormittag noch Zeit bleibt für freies Spielen nach ihren Ideen und Vorstellungen.
Selbstverständlich ist die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit eines jeden Kindes unterschiedlich und wir versuchen diese langsam durch ausgewählte Projekte und Förderungen zu steigern. Einige Einrichtungen lehnen eine solche Schulvorbereitung ab. Aufgrund positiver Rückmeldung von Eltern und Lehrern, halten wir unsere Arbeit in der Intensivgruppe für sehr wichtig. Wenn unsere Arbeit im Elternhaus unterstützt und fortgeführt wird, wirkt sich dieses positiv auf die Entwicklung des Kindes aus.
Die Kinder bestätigen uns, dass sie stolz sind ein „Intensivgruppenkind“ zu sein.
Die Intensivgruppe findet einmal in der Woche statt. Die Förderung und Vorbereitung ist unser Ziel.
Das Konzept beinhaltet verschiedene Projekte, die wir durch Ausflüge und verschiedenste Aktivitäten unterstützen.

Elternarbeit in unserer Einrichtung:
Wir verstehen uns als familienergänzende Einrichtung, das heißt: wir möchten die Erziehung in der Familie kindgerecht und familienbezogen unterstützen und ergänzen. Dabei ist es uns wichtig, unsere Werte und Normen, die wir den Kindern vermitteln, mit den Eltern abzustimmen und erwarten dabei Unterstützung der Familien.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern sieht in unserer Praxis folgender Maßen aus:
Gespräche bei der Anmeldung: Eine Führung durch unsere Einrichtung mit erklärenden Worten zu unserer Arbeit.
Info Abend für neue Eltern: Bevor ihr Kind in unseren Kindergarten kommt erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu unserer Arbeit, unserem päd. Konzept, organisatorische Dinge, lernen die Erzieherinnen ihres Kindes kennen und können Fragen, was ihnen wichtig ist.
Elternsprechtage: Sie erhalten Auskunft über den derzeitigen Entwicklungstandes ihres Kindes.
Elternversammlung: In der Elternversammlung wird der Elternrat gewählt, der aus je einem Vertreter und einem Stellvertreter jeder einzelnen Gruppe besteht.
Elternrat: Mit dem Elternrat planen wir Feste im Jahreskreis, sowie Aktionen im Kindergarten. Der Elternrat ist für uns ein wichtiger Ansprechpartner, so dass wir gerne Anregungen, Wünsche der Elternschaft annehmen und versuchen zu realisieren.
Kindergartenrat: Trägervertreter, Team und Elternrat bilden den Kindergartenrat. Aufnahmekriterien, Öffnungszeiten, Ferienzeiten und vieles mehr wird dort beschlossen
Persönliche Elterngespräche: Selbstverständlich sind wir jederzeit bereit  bei Erziehungsfragen den Eltern zur Seite zu stehen.
Feste und Feiern im Jahreskreis:  Sommerfest, St. Martin, Nikolaus, Frühlingsfest usw.
Gottesdienste:  Zu unseren Gottesdiensten mit den Kindern sind immer die Eltern, Geschwister und Großeltern herzlich eingeladen. z.B.: St. Martin, Abschiedsgottesdienst, Weihnachten, usw.
Kindergarteninformation: ca. vier Mal im Jahr erscheint diese und  informiert über alle Termine, unsere pädagogische Arbeit, Feste und Feiern.

Der Rat der Tageseinrichtung setzt sich zusammen aus den Pädagogischen Mitarbeitern, dem Träger (Pfarrer und Kirchenvorstandsmitglieder) und dem Elternrat.
Die Kindergartenratssitzung tagt ca. 2-mal im Jahr.


                                                                   Rat der Tageseinrichtung



                             Elternrat                        Pädagogische Mitarbeiter                    Träger

                                     
                                                                            Elternversammlung


Die Elternversammlung tagt in der Regel 1-mal im Jahr. Alle Erziehungsberechtigten wählen in der Elternversammlung den Elternrat.
Der Elternrat belebt die Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und den Eltern.


Zusammenarbeit mit anderen Institutionen:
Ergänzend zu unserer pädagogischen Arbeit stehen Ihnen und uns viele weitere Einrichtungen unterstützend zur Seite. Wir arbeiten mit folgenden Einrichtungen vertrauensvoll zusammen:
Psychologische Beratungsstelle
Nicht nur im Umgang mit auffälligen Kindern, sondern auch bei der Entscheidung von Schulreife, Entwicklungseinschätzung eines Kindes steht die psychologische Beratungsstelle hilfreich zur Seite. Voraussetzung für die Beratung ist immer die Freiwilligkeit. Das heißt: Eltern müssen eine Beratung wünschen. Selbstverständlich unterstützen wir die Arbeit der Beratungsstelle, indem wir mit päd. Beobachtungen und Entwicklungsberichten, sowie Gesprächen den Eltern und Mitarbeitern der Beratungsstelle zur Seite stehen. Eine Beratung ist kostenlos und kann von jedem in Anspruch genommen werden.
Logopädische Praxen:
Sollte die Sprachentwicklung eines Kindes nicht alters- und entwicklungsbedingt ausgeprägt sein, weisen wir die Eltern darauf hin, dem Kinderarzt dieses mitzuteilen. Dieser kann eine logopädische Behandlung verschreiben. Auch die Logopäden fordern von uns Berichte und Beobachtungen in Einzelfällen an.
Ergotherapie Praxen:
Sollten Auffälligkeiten in der Entwicklung eines Kindes auftreten  z.B. (Wahrnehmungsstörungen, ADS – Syndrom, Hyperaktivität, Auffälligkeiten der Grob- und Feinmotorik) weisen wir die Eltern ebenfalls darauf hin mit dem Kinderarzt über unsere Beobachtungen zu sprechen. Daraufhin kann eine Ergotherapie folgen. Auch hier sind Berichte und Beobachtungen zum Entwicklungsstand eines Kindes von größter Bedeutung.
Für die integrativen Kinder kommen die Therapeuten in unsere Einrichtung, Gespräche zum Entwicklungsstand der integrativen Kinder sind somit regelmäßig gewährleistet.
Grundschule und Förderschulen:
Sollte ein Kind nach der amtsärztlichen Untersuchung zur Schulfähigkeit nicht in die Grundschule eingeschult werden, arbeiten wir mit dem Rektor der Schule oder dem Lehrer einer anderen Schulform (Sprachschule, Förderschule, usw.) zusammen, indem eine Beobachtung in unserer Einrichtung ermöglicht wird. Berichte zum Kind sind auch hier erforderlich. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule an der Ortlohstraße ist uns ein besonderes Anliegen. Da wir den Kindern einen guten Start in die Schule ermöglichen möchten. Wir nehmen mit den angehenden Schulkindern am Unterricht der 1. Klasse teil. Die Kinder haben so die Möglichkeit den zukünftigen Schulweg, den Schulhof und einige Lehrer im Vorhinein kennenzulernen. Dies vermittelt Ihnen ein Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit.
Zahnärztlicher Dienst des Gesundheitsamtes
Jährlich besucht uns der Zahnarzt des Gesundheitsamtes um eine Untersuchung der Kinder durchzuführen. Die Eltern werden schriftlich über das Ergebnis der Untersuchung informiert.

Um Eltern einen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Institutionen zu geben, laden wir in regelmäßigen Abständen Referenten der Institutionen ein.
Elternabende zu verschiedenen Themen sind uns Mitarbeitern ein besonderes Anliegen und somit sehr wichtig für eine Zusammenarbeit.
Öffentlichkeitsarbeit:
Öffentlichkeitsarbeit heißt: Unsere pädagogische Arbeit transparent zu machen. Dieses geschieht durch Foto- und Videopräsentationen und Erklärungen zu unseren Projekten, die im Eingangsbereich oder an der Gruppe aushängen.
Die wichtigste Zielgruppe sind dabei die Eltern. Unsere Arbeit erklären, vertrauen wecken, vermitteln, Kommunikation möglich machen und für Anregungen und Informationen offen sein. Dieses kann nur durch ständigen Informationsaustausch möglich sein.
In unserer Kindergarteninformation, die ca. 4-5 mal im Jahr erscheint, finden Eltern alle wichtigen Informationen. Feste und Feiern, Ausflüge, Aktivitäten, Ferientermine, Pädagogische Artikel zu unserer Arbeit, Reflexionen usw.


An unseren Infowänden in den Hallen hängen weitere Informationen aus.
Eine spezielle Infowand  „Von Eltern für Eltern“ ermöglicht einen Informationsaustausch der über unsere Arbeit im Kindergarten hinaus geht. Dort finden Eltern: Angebote für Kinder, Familien, Erwachsenenbildung, Sportmöglichkeiten, Theater usw.
Infozettel können dort entnommen werden. Regelmäßig wird die Elterninfowand aktualisiert.

Ein Faltblatt zu unserer Einrichtung erhalten alle Eltern bei der Anmeldung ihres Kindes.
Dieses Faltblatt enthält alle wichtigen Aspekte zu unserer Einrichtung in Kurzform.
Möchten Sie mehr über unsere Arbeit erfahren? Gerne erhalten Sie unsere schriftliche Konzeption.
Eine Informationszeitung für alle neuen Eltern erhalten diese an einem ersten Informationsabend in unserer Einrichtung, sowie ein Informationsheft zur katholischen Tageseinrichtung.
Selbstverständlich möchten wir der Gemeinde Herz-Jesu in regelmäßigen Abständen unsere Arbeit präsent machen, aus diesem Grund steht regelmäßig ein Artikel im Pfarrbrief. Feste, zu denen alle herzlich eingeladen sind, werden angekündigt durch Plakate im Ortsteil Röllinghausen, sowie Artikel in unserer Info, dem Pfarrbrief, und durch das Publikantum in der Kirche.
Die örtliche Presse ist uns an allen Festen herzlich willkommen, so dass wir mit Aktivitäten, wie Sommerfest, Kleiderbasar, Vater/Kind Aktivitäten usw. auch in der Presse zu finden sind.

Unsere Homepage im Internet mit allen aktuellen Themen für unseren Kindergarten finden Sie unter:
www.freundekindergarten-herz-jesu.de